Eine Kooperationsvereinbarung für mehr Klimaschutz

Für die neue Wahlperiode 2019 bis 2024 einigte sich die SPD-Fraktion auf eine Zusammenarbeit mit Bündnis90/DieGrünen. Da inhaltlich viele Übereinstimmungen zu sehen sind, freuen sich beide auf eine vertrauensvolle und für Wörrstadt erfolgreiche Zusammenarbeit in den nächsten 5 Jahren.

Mit Gerhard Seebald und Karl Heinz Andresen wird die SPD auch weiterhin den Ersten und Dritten Beigeordneten stellen. Irina Hahn von den Grünen ist als Zweite Beigeordnete neu im Team, das Stadtbürgermeister Ingo Kleinfelder künftig unterstützen wird. Bei den Zuständigkeitsbereichen der Bei-geordneten ergaben sich einige Änderungen: Gerhard Seebald ist weiterhin für Kindertagesstätten und den Kinderhort  sowie  neu  für Spielplätze und Verkehrsangelegenheiten zuständig.

Irina Hahn übernimmt in ihrem Geschäftsbereich Umwelt- und Klimaschutz, öffentliches Grün, Forst- und Landwirtschaftsangelegenheiten, den Sammelplatz für Grünschnitt und die Jugendarbeit. Karl Heinz Andresen kümmert sich neben der Unterhaltung von Friedhöfen und Sportplätzen sowie dem Bereich Stadtgeschichte auch um das Markt wesen.

Ein wichtiger Punkt ist die Fort-setzung und Vollendung der Innenstadtsanierung. Schwerpunkt ist dabei die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für alle Verkehrsteilnehmer. Damit soll für ein angenehmeres Einkaufen gesorgt und so der Stadtkern belebt werden. Dazu beitragen sollen mehr   Verkehrsberuhigung, eine grünere Gestaltung mit Bäumen, Stauden, Sträuchern und rankenden Pflanzen sowie sichere Radwege bei gleichzeitiger Erhaltung von ausreichend Parkmöglichkeiten für aufs Auto angewiesene Mitbürgerinnen und Mitbürger. Zur Innenstadtsanierung wird es weitere öffentliche Veranstaltungen mit dem Planungsbüro geben.

Verkehrsberuhigung und neue Radwege sind  auch für andere Bereiche im gesamten Stadtgebiet an-gedacht, um Radlern und Fußgängern mehr Möglichkeiten und mehr Sicherheit zu schaffen. Dazu gehört auch die Ausweitung barrierefreier Wege. Innerörtliche Fahrradwege sollen nicht nur neu geschaffen, sondern auch mit überörtlichen vernetzt werden.

Der Zugang zum Naherholungs- und Freizeitgebiet „Am Neuborn“ soll über den Löwensteiner Ring komfortabler und sicherer angebunden werden.

Für eine lebendige Innenstadt braucht es mehr als Straßen – deswegen soll die öffentliche Grünfläche aufgewertet und naturnah angelegt, gepflegt und bewirtschaftet werden. Insbesondere der historisch bedeutende und für Freizeit und Tourismus wichtige Ulmengraben soll eine weitere Aufwertung erfahren. Ein weiterer für die Stadtgemeinschaft wichtiger  Aspekt sind die zahlreichen kleinen und großen Spiel plätze im Kern- und Randgebiet der Stadt. Deren Zustand soll ermittelt werden, um im nächsten Schritt ein Konzept zu entwickeln, wie die Plätze für junge Familien attraktiver gestaltet werden können.

In diesem Kontext soll darüberhinaus die Jugendarbeit aktiviert und intensiviert   werden.   Hier   wird   zu prüfen  sein,  inwieweit  auf  dem Gelände des Rheinhessenstadions über der Neubornhalle ein Jugendtreff eingerichtet werden kann.  Dem vielfach geäußerten Wunsch nach weiteren Bolzplätzen im Stadtgebiet soll außerdem nachgekommen werden.

Mit den Grünen stimmt die SPD Wörrstadt überein, dass im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes in Zukunft aktiver gehandelt werden soll. Das gemeinsame Augenmerk richtet sich u.a. auf den zweiten Bauabschnitt des Neubaugebietes „Hinter der Bahn“. Mögliche Ansatz-punkte sind hier Wärmeversorgung, Stromerzeugung, Mobilität und Ökologie. Diese Ziele sollen über Bebauungspläne gesteuert werden. Maßnahmen könnten etwa Be-grünungen von Dächern, Garagen, Carports und Vorgärten, Parkplätze für Carsharing-PKW und technische Lösungen wie beispielsweise Nahwärmenetze, Ladesäulen und Photovoltaik sein. Umwelt- und Klimaschutz wird immer wichtiger und wird und soll die Stadtgemeinschaft zunehmend beschäftigen   –   dieser Entwicklung wurde mit der Bildung und Zuweisung eines entsprechenden Teilgeschäftsbereiches für die nächsten Jahre Rechnung getragen.

Als ein wichtiger Schritt, kann die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes angesehen werden. Neben weiteren Neubaumaßnahmen und dem Erwerb von bebauten oder nicht bebauten Grundstücken auch in der Innenstadt können dabei auch neue Wohnformen helfen, etwa generationenübergreifendes Wohnen, Senioren-WGs oder Wohnungsgenossenschaften, die Problematik eines unbezahlbaren Wohnmarktes durch Förderung in den Griff zu bekommen.

Die SPD-Stadtratsfraktion sieht es ebenfalls als wichtig an, die Ver-wirklichung des Autohofes sowie die Ausweitung des Gewerbegebietes zwischen neu geschaffenem Kreisel und den juwi-Gebäuden weiter voranzutreiben. Dort haben die Arbeiten inzwischen begonnen. Bei der weiteren Umsetzung soll im Sinne unsere Kooperationsvereinbarung mit den Grünen verstärkt auf Umwelt- und Klimaschutzbelange geachtet werden.